Wonnemonat Mai

Symbolisch für den Frühling: Der Maikäfer Foto: Pixabay

Mit Wonne im heutigen Verständnis hat die Bezeichnung also eigentlich nichts zu tun. Gleichwohl kenne ich kaum jemanden, der dem Mai nichts abgewinnen kann. Die Frühjahrsonne wärmt uns mal wieder so richtig durch und überall grünt und blüht es. Neues Leben wird sichtbar und die milde Luft ist voll vom Zwitschern der Vögel. Mir fällt dabei ein altes Sprichwort ein: „Alles neu macht der Mai“. Diese fünf Worte stammen aus der ersten Strophe eines Frühlingslieds von Hermann Adam von Kamp (1796-1867). Sie bringen die Hoffnung auf einen Neuanfang zum Ausdruck. Die komplette erste Strophe lautet:
„Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei. Lasst das Haus, kommt hinaus! Windet einen Strauß! Rings erglänzet Sonnenschein, duftend prangen Flur und Hain: Vogelsang, Hörnerklang tönt den Wald entlang.“ Schon früher wussten die Menschen, dass, egal wie lang und beschwerlich der Winter auch gewesen sein mochte, ihm stets ein neuer Frühling folgt, der alle Lebensgeister wieder weckt und die Welt mit glänzendem Sonnenschein erfüllt.

Als es letztes Jahr in den ersten Lockdown ging, war es das schöne Frühlingswetter, das vielen Menschen geholfen hat, diese bedrohliche und ungewisse Zeit zumindest einigermaßen auszuhalten.
Ich wünsche uns, dass wir uns auch in diesem Jahr, von Gottes wunderbarer Natur und Schöpfung aufbauen und froh stimmen lassen. Bleiben wir hoffnungsvoll, dass mit dem Beginn der warmen Jahreszeit wieder ein bisschen mehr Freude in unser Leben einziehen kann.
Deshalb, wann immer und wo immer es Ihnen und Euch möglich ist: „Lasst das Haus, kommt hinaus“!

Ihr und Euer
Thomas Kleibrink

(Diakon und Referent Malteser Pastoral)


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