Sommerliche Hoffnungsworte

Sommerliches Wetter erfreut die Menschen im Norden. Foto: Stefanie Langos

Liebe Malteserinnen und Malteser,
erfreulicherweise hat sich auch bei uns im Norden, in den letzten Tagen sommerliches Wetter durchgesetzt. Alles grünt und blüht in nahezu verschwenderischer Pracht. Vom tiefbauen Himmel scheint warm die Sonne und taucht alles in kontrastreiches Licht. Einfach großartig, das hebt die Stimmung!

Wenn ich mir so die fantastische Natur ansehe, kommt mir ein altes Kirchenlied von Paul Gerhard in den Sinn. Er war evangelisch-lutherischer Theologe und gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenliederdichter. In einem Sommerlied besingt er, natürlich in der Sprache seiner Zeit (1607-1676) die Großartigkeit der göttlichen Schöpfung. Das Lied hat insgesamt 15 Strophen und ist kunstvoll gegliedert Paul Gerhard hat dabei die Natur sehr gut beobachtet und beschrieben.

Hier die erste Strophe als Kostprobe. Vielleicht bekommt Ihr Lust Euch mal das ganze Lied auf Youtube anzuhören:
"Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben..."

Die eigentliche, theologische Interpretation des Textes würde hier zu weit führen. Was mich aber gleich in der ersten Strophe angesprochen hat, ist sind die Imperative „Geh “ und „Suche“. Da ist nicht die Rede davon, dass sich Freude immer ganz von allein einstellt oder jemand kommt, der sie einfach mal so bringt. Nein, man muss auch rausgehen, aus sich herausgehen und auch mal danach suchen. Damit meine ich nicht nur die eigenen vier Wände. Im Lied heißt es ja „geh aus mein Herz“ Ich denke es kann auch das offene Herz für die Menschen um uns herum gemeint sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sowohl in der Natur als auch unter lieben Menschen Freude findet ist ziemlich hoch.

Bleibt hoffnungsvoll
Thomas Kleibrink


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